Auf einen?

Expertise

  • Sucht und Migration
  • Partizipative (Praxis-) Forschung
  • Menschen mit Beeinträchtigungen oder Lernschwierigkeiten

Interessant für

  • Politik- und Sozialwissenschaftler
  • Suchthilfesysteme
  • Studierende der Sozialen Arbeit

Interview mit Dr. Petra Narimani

Petra Narimani ist studierte Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziale Gesundheit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin. Neben ihrer langjährigen Arbeit mit Straffälligen, Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und Menschen mit Lernschwierigkeiten koordiniert sie interkulturelle und internationale Projekte unter anderem auch in Ecuador und Vietnam.

Expertise

  • Sucht und Migration
  • Partizipative (Praxis-) Forschung
  • Menschen mit Beeinträchtigungen oder Lernschwierigkeiten

Interessant für

  • Politik- und Sozialwissenschaftler
  • Suchthilfesysteme
  • Studierende der Sozialen Arbeit
Anja Zeltner
Freie Autorin

Du hast einen qualitativen Forschungsansatz gewählt. Wie gelang dir der Zugang zu den Betroffenen, um solch qualitative Ergebnisse zu erhalten?

Petra Narimani
Doktorandin

Dies konnte wahrscheinlich nur gelingen durch eine langjährige Zusammenarbeit mit Angehörigen der Drogenselbsthilfe wie auch Erfahrungen in der Beratung, Betreuung und Begleitung von Drogenkonsumenten ohne deutsche Staatsbürgerschaft, Betroffenen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen. Die daraus entstandenen Vertrauensverhältnisse waren Türöffner.

Anja Zeltner
Freie Autorin

Drogenkonsumenten sowie Migranten sind für gewöhnlich stigmatisiert. Inwiefern musstest du dich mit deiner eigenen Voreingenommenheit auseinandersetzen?

Petra Narimani
Doktorandin

Überhaupt nicht, weil ich sehr lange mit ganz unterschiedlichen Menschen aus beiden Gruppen zusammengearbeitet habe. In der Arbeit mit Abhängigkeitskranken muss man Lebenswelten, Konsumgewohnheiten und Straftaten sowie damit verbundenen Einzelschicksalen vorurteilsfrei begegnen, sonst kann man keine tragenden Beziehungen aufbauen. Sehr viel schwieriger war die spätere Darstellung meiner Forschungsergebnisse, vor allem in Bezug auf die Frage, wie ich einen möglichen Schaden für die untersuchte Gruppe vermeide bei dennoch größtmöglicher Offenlegung der Lebensrealitäten.

Anja Zeltner
Freie Autorin

Gibt es einen Aspekt, bei dem du einen übergeordneten Handlungsbedarf siehst oder ist die Verflechtung der von dir beschriebenen Problematik dafür zu weitläufig?

Petra Narimani
Doktorandin

Nein, Handlungsbedarfe gibt es auf allen Ebenen. So bedarf es beispielsweise einer politisch erkennbaren Haltung der Suchthilfe zur Fragen der Abschiebung von Betroffenen, die in Deutschland sozialisiert, drogenabhängig und straffällig geworden sind. Darüber hinaus ist eine kritische politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Folgen der bisherigen Zuwanderungspolitik notwendig, denn ausgrenzende Sondergesetze für Menschen, die in Deutschland sozialisiert wurden, darf es nicht geben. Außerdem bedarf es einer Entkriminalisierung von Suchtmitteln verbunden mit einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung darüber, inwieweit suchtfördernde und suchthemmende Faktoren an Migrationsprozesse geknüpft sind.

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Petra Narimani
Auf einen?
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Na klar, sehr gerne.