Klimawandel an öffentlichen Plätzen der Stadt Heidelberg

Transdisziplinäre Herausforderungen urbaner Räume

Universität Heidelberg

Scott Webb/Unsplash

Schlagworte

Klimawandel, Klimawandelanpassung, Transdisziplinarität, Sozialraum

Zusammenfassung

„Eine alte Stadt wie Heidelberg veranschaulicht, wie ihr öffentlicher Raum die Erneuerungsphasen der Gebäude überdauert und Orte beständig unterscheidbar macht. Es ist mithin vor allem der gebaute öffentliche Raum einer Stadt, der in ihrem Gefüge Nachhaltigkeit und Identität trägt – ein Ziel, dem sich Heidelberg besonders verpflichtet fühlt." (STADT HEIDELBERG 2005). Die große Herausforderung des Klimawandels erfordert Lösungen, vor allem in Städten, die für einen Großteil des anthropogenen Treibhauseffekts gleichermaßen verantwortlich sind. Aktuelle Fragestellungen zur Klimawandelanpassung haben eine hohe praktische Relevanz für die nachhaltige Stadtentwicklung einerseits und für aktuelle wissenschaftliche Aspekte andererseits. Nachhaltige Zukunftsmodelle der modernen Stadt zielen in erster Linie auf Minderung ab, mit zwei wesentlichen Faktoren: Energieeinsparung und Energieeffizienz. Zunehmende Extremereignisse wie Starkniederschläge und städtische Überhitzungsphasen sind Beispiele, die alle urbanen Handlungsfelder betreffen und Anpassungsstrategien erfordern. Hauptziel des Projekts ist die Datenerhebung und Auswertung verschiedener Klimaparameter sowie die Befragung von PassantInnen zur Wahrnehmung des Klimawandels und der Gestaltung öffentlicher Räume in Heidelberg. Der Vergleich von Standorten in der historischen Altstadt mit neu geschaffenen Flächen ermöglicht es, die Schlüsselfaktoren der Stadtplanung zu bewerten, um sowohl klimatische als auch soziale Vorteile zu generieren. Daraus ergibt sich die Forschungsfrage: Welche Impulse können neue stadtklimatische Daten und Daten zur Wahrnehmung des Klimawandels an öffentlichen Plätzen der Stadt Heidelberg für die nachhaltige Stadtentwicklung geben? Der transdisziplinäre Ansatz basiert auf der Kombination verschiedener Methoden der Physischen sowie Human- und Sozialgeographie, der Einbeziehung von städtischen Akteuren und BürgerInnen sowie auf dem Konzept der forschungsorientierten Lehre. Letztere schafft den Studierenden ein Lernumfeld, in dem aktuelle Problemstellungen der Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels erlebbar gemacht werden und ermöglicht ihnen aktiv die Bearbeitung von Lösungs- und Anpassungsstrategien mitzugestalten. In Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Stadt Heidelberg sollen aktuelle Fragen der städtebaulichen Anpassung an den Klimawandel transdisziplinär erforscht und außerdem für die Vermittlung in der Lehramtsausbildung aufbereitet werden. Die Auswertung des Gesamtdatensatzes zeigt aktuelle Tendenzen der Klimawandelentwicklung. Im Sommer 2018 weisen viele Teile der Stadt eine starke Erhitzung und Trockenheit auf. Maßnahmen, die regulierend auf das Mikroklima wirken, stehen im Co-Benefit mit den Wünschen der Befragten nach Beschattung, Begrünung, Diversität und einer generellen Verbesserung der Aufenthaltsqualität an öffentlichen Plätzen wie dem Universitätsplatz oder der Schwetzinger Terrasse. Anpassungsmaßnahmen dieser Art sind aus wissenschaftlicher Sicht unerlässlich.

Zitiervorschlag

Leutz, Kathrin. Klimawandel an öffentlichen Plätzen der Stadt Heidelberg. Transdisziplinäre Herausforderungen urbaner Räume. 2019, doi:10.11588/heidok.00025989.

Repository

archiv.ub.uni-heidelberg.de

Identifikatoren

urn: urn:nbn:de:bsz:16-heidok-259898

doi: 10.11588/heidok.00025989 coisas

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