Die Fabrikation der „deutschen Frau“ als Humanressource im Nationalsozialismus

Freie Universität Berlin

© Deutsches Historisches Museum, Berlin

Schlagworte

Diskursanalyse, Geschlecht, Macht, Frauenbild, Arbeit, Frauenberuf

Zusammenfassung

Die historische Phase des Nationalsozialismus, die in vielerlei Hinsicht ein extremes Beispiel für die Organisationsforschung darstellt, steht im Zentrum der Untersuchung. An Quellen aus dieser Zeit werden die diskursiven Praktiken analysiert, die zur Fabrikation der „deutschen Frau“ im Nationalsozialismus führten, sowie die Veränderung des Ideals im Zeitraum der nationalsozialistischen Herrschaft. Es wird gezeigt, dass der Staat als oberster Manager aller Humanressourcen agierte und wie er die „deutsche Frau“ organisierte und verwaltete. Die Spannungen und Ambivalenzen weiblicher Identitätskonstruktion sowie die Zurichtung des weiblichen Arbeitsvermögens, die Schaffung von gelehrigen Körpern und die umfassende Nutzung der „deutschen Frau“ als Humanressource werden herausgearbeitet. Die Untersuchung von Quellentexten wird verbunden mit der des historisch-politischen, des ökonomischen und des institutionellen Kontexts. Der institutionelle Kontext ist von besonderem Interesse, da die Frauen in ein dichtes Netz nationalsozialistischer Organisationen eingebunden waren, deren Anspruch es war, die Frauen ein Leben lang zu erziehen. Dieser Kontext formt ein „Gelände“ mit einer spezifischen Topographie, in das die Diskurse zur „deutschen Frau“ eingebettet sind.

Zitiervorschlag

Pantelmann, Heike. Die Fabrikation der „deutschen Frau“ als Humanressource im Nationalsozialismus. Freie Universität Berlin, 2019, doi:10.17169/refubium-4017.

Repository

refubium.fu-berlin.de

Identifikatoren

urn: urn:nbn:de:kobv:188-refubium-25314-0

doi: 10.17169/refubium-4017 coisas

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