Das Virus als Medium

Virale Interaktionsmodelle in der Kultur des 20. und 21. Jahrunderts

Heinrich-Heine-Universität

Sprache:

Susanne Ristow

Schlagworte

Virus, Ansteckung, Fremdkörper, Grenzöffnung, Gentransfer

Zusammenfassung

Der Diskurs zur Viralität hat seine Wurzeln in der frühen Molekularbiologie und Informationstheorie des 20. Jahrhunderts, gewinnt aber erst seit den 1960er Jahren an Virulenz und Metaphorik und wird mit der Dramatik von AIDS und der Entdeckung des retroviralen HIV in der Postmoderne äußerst populär.
Das Virus als Medium für Veränderung wird hier im Zusammenhang mit den technologischen Voraussetzungen der Speicherung und Transformation kultureller Informationen betrachtet. Künstlerischen Forderungen der Moderne nach Öffnung, Durchlässigkeit, Interaktion und Partizipation, vor allem im Kontext von Dada und Fluxus, werden mithilfe von „Agenten der Ansteckung“ als biologisch inspirierte Phänomene der Intermedialität interpretiert und analysiert. Virale Modelle der Interaktion und Transmission scheinen zur Annäherung von Kunst und Leben und zur aktuell praktizierten digitalen Partizipationskultur der Gegenwart beigetragen und diese eventuell auch innerhalb einer kulturellen Evolution mitgestaltet zu haben. Geleistet wird ein weitgespannter Überblick zum Virus als Denkfigur für Interaktion, Transmission, Interdisziplinarität, Konnektivität und Interdependenz im 20. und 21. Jahrhundert.

Zitiervorschlag

Ristow, Susanne. Das Virus als Medium. Virale Interaktionsmodelle in der Kultur des 20. und 21. Jahrunderts. Heinrich-Heine-Universität, 2019, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061-20190228-110423-9.

Repository

docserv.uni-duesseldorf.de

Identifikatoren

urn: urn:nbn:de:hbz:061-20190228-110423-9

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