Wem gehört die Geschichte des Krieges?

Die Darstellung der postjugoslawischen Kriege in deutsch- und schwedischsprachiger Literatur

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

URN: urn:nbn:de:bvb:29-opus4-82686

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Schwedische Texte über die Jugoslawienkriege der 90er Jahre erzählen unmittelbarer vom Krieg als deutsche Texte.

Schlagwörter

Jugoslawienkriege, Peter Handke, Juli Zeh, Saša Stanišić, Norbert Gstrein, Martin Mosebach,  Marica Bodrožić, Zulmir Bečević, Balkanismus, Kriegsliteratur, Literaturfehde, Narrativität

Zusammenfassung

Diese Arbeit beschäftigt sich komparatistisch mit literarischen Darstellungen der postjugoslawischen Kriege der 90er Jahre. Verglichen wird die deutsch- und die schwedischsprachige Literaturlandschaft. In der deutschsprachigen Literatur wurde der Diskurs vor allem durch literarische Reiseberichte des österreichischen Schriftstellers Peter Handke angestoßen; die vorliegende Analyse beschränkt sich jedoch nicht auf diesen Autoren. Zusätzlich werden rund 20 weitere deutschsprachige Texte hinsichtlich ihrer literarischen Verfahrensweisen und Motivik sowie ihrer Wirkung in Presse und Wissenschaft untersucht. Gleiches geschieht mit etwa zehn schwedischsprachigen Texten. Es stellt sich bei der Untersuchung heraus, dass sich die Diskurse in der deutsch- und schwedischsprachigen Literaturlandschaft grundlegend unterscheiden. Einer der Gründe dafür ist, dass die schwedischsprachigen Texte häufiger von biografischen Erlebnissen der Autorinnen und Autoren geprägt sind und damit weniger die Fragen von Augenzeugenschaft und Medienkritik behandeln, die im deutschsprachigen Diskurs im Vordergrund stehen. Die fehlende eigene Kriegserfahrung von Autorinnen und Autoren spiegelt sich hingegen in den deutschsprachigen Texten.

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