Auf einen?

Expertise

  • Fluchtmigration und gesellschaftliche Transformationsprozesse
  • Wahrnehmung von Migration
  • Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
  • Qualitative Sozialforschung

Interessant für

  • alle, die sich für Entstehung von Ablehnungshaltungen interessieren
  • Politiker*innen
  • Sicherheitsbehörden
  • zivilgesellschaftliche Akteure

Interview mit Dr. Johannes Mücke

Johannes Mücke, geboren 1989 in Berlin, hat an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Geographie und Germanistik studiert. Während er sich in der Masterarbeit mit der syrisch-libanesischen Diaspora in São Paulo (Brasilien) und deren kultureller Identität beschäftigte, verlagerte sich der Fokus im Promotionsprojekt ab 2015 auf die negative Wahrnehmung von Migration und die Entstehung von Fremdenfeindlichkeit im Kontext der asylbezogenen Zuwanderung.
Aktuell ist Johannes Mücke in einem BMBF-geförderten Projekt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beschäftigt.  

Expertise

  • Fluchtmigration und gesellschaftliche Transformationsprozesse
  • Wahrnehmung von Migration
  • Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
  • Qualitative Sozialforschung

Interessant für

  • alle, die sich für Entstehung von Ablehnungshaltungen interessieren
  • Politiker*innen
  • Sicherheitsbehörden
  • zivilgesellschaftliche Akteure
Arthur Höring
Redakteur

Das Thema deiner Arbeit ist gesellschaftlich recht kontrovers diskutiert. Wieviel Skepsis schlug dir seitens deiner Interviewpartner entgegen?

Johannes Mücke
Doktorand

Die Skepsis war häufig bei der ersten Kontaktaufnahme sehr groß. Viele waren nicht bereit, mit mir über dieses stark polarisierende Thema zu sprechen. Ich erhielt viele Absagen und es dauerte schon eine ganze Weile, bis ich an den Untersuchungsstandorten bekannt war. Als sich herumgesprochen hatte, dass ich ein neutraler Beobachter und Forscher bin, lief es besser. Bei den von mir geführten Gesprächen merkte ich dann trotzdem schnell, dass sich das Vertrauen erst langsam aufgebaut hat. Ich finde es gerade bei dieser Thematik wichtig, sich als Forscher zurückzunehmen. 

Arthur Höring
Redakteur

Du beschreibst in deiner Arbeit, dass andere Forschungen zu diesem Thema vorrangig quantitativ geführt werden. Siehst du einen wesentlichen Unterschied im Vergleich zu deinen qualitativen Ergebnissen?

Johannes Mücke
Doktorand

Ich denke, die bestehenden quantitativen Arbeiten auf diesem Gebiet leisten einen großen Beitrag zur Forschung. Qualitative und quantitative Forschung ergänzen und befruchten sich gegenseitig. Gleichwohl kann es durch qualitative Arbeiten gelingen, tiefer in den Gegenstand einzutauchen und somit verschiedene Blickwinkel einzunehmen. Quantitative Forschungsarbeiten können aber – wie in meinem Falle auch – als Weiterentwicklungen gedacht werden. Möglicherweise wäre es spannend, mit einem quantitativen Forschungsdesign herauszufinden, wo und mit welcher Ausprägung die von mir gebildeten Typen vorkommen.   

Arthur Höring
Redakteur

Inwieweit haben deine intensiven Auseinandersetzungen mit Fremdheit Auswirkungen auf dich und Situationen, in denen du als Fremder wahrgenommen wirst?

Johannes Mücke
Doktorand

Fremdheit ist immer eine Konstruktion, die bekanntlich mit der Definition des Eigenen beginnt. Fremdheit ist zudem relational und kontextuell. Deshalb ist es natürlich schwer, andere Fremdheitskonstruktionen auf mich zu beziehen. Ich denke aber, dass die Anwendungen meiner Handlungsempfehlungen im Umgang mit Fremdheit und Möglichkeiten, wie Fremdheit zu Vertrautheit werden kann, in vielen Situationen im Alltag helfen. 

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Johannes Mücke
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Na klar, sehr gerne.