Auf einen?

Expertise

  • Vertrauen aus differentiell-psychologischer Perspektive
  • Transfer zwischen Forschung und Praxis zu Chancengerechtigkeit, Gleichstellung und Diversität
  • Machtkritische, geschlechter- und diversitätssensible Perspektiven auf und innerhalb der Sportpsychologie

Interessant für

  • Psycholog*innen
  • Vertrauensforscher*innen
  • Volleyballinteressierte

Interview mit Dr. Christina Plath

Dr.in Christina Plath hat Psychologie in Bremen und Erfurt studiert. Sie promovierte am Zentrum für Vertrauensforschung und in der Pädagogischen Psychologie an der Universität Vechta, wo sie von 2012–2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Seit 2018 arbeitet sie als Referentin in der Zentralen Einrichtung Gleichstellung & Diversität der Universität Vechta, wo sie u. a. für den Transfer zwischen Geschlechter- und Diversitätsforschung und Gleichstellungsarbeit, die Entwicklung chancengerechter Maßnahmen- und Vernetzungsstrukturen und die Beratung bei sexualisierter Diskriminierung und Gewalt zuständig ist. Sie ist zudem freiberuflich als systemische Supervisorin und Trainerin tätig.

Expertise

  • Vertrauen aus differentiell-psychologischer Perspektive
  • Transfer zwischen Forschung und Praxis zu Chancengerechtigkeit, Gleichstellung und Diversität
  • Machtkritische, geschlechter- und diversitätssensible Perspektiven auf und innerhalb der Sportpsychologie

Interessant für

  • Psycholog*innen
  • Vertrauensforscher*innen
  • Volleyballinteressierte
Arthur Höring
Redakteur

Gibt es eine zentrale Frage, die deine Forschungsarbeit untersucht?

Christina Plath
Doktorandin

Vertrauen nimmt in sozialen Interaktionsprozessen eine zentrale Rolle aufgrund seiner komplexitätsreduzierenden Funktion ein, so auch im Volleyballsport. Dabei ist Vertrauen als Zustand subjektiver Sicherheit zu verstehen, der es ermöglicht, sich trotz des Vorhandenseins des Risikos einer potenziellen Schädigung einer anderen Person gegenüber erwartungskonform und damit vertrauensvoll zu verhalten. Bislang fehlte es jedoch an einer differenzierten Betrachtung, welche Aspekte Vertrauen im Volleyball genau ausmachen und inwiefern sich Personen in ihrem subjektiven Erleben von Vertrauen im Volleyball generell und mit Blick auf bestimmte Elemente unterscheiden. In meiner Forschung bin ich deshalb der Frage nachgegangen, ob sich systematische Regelmäßigkeiten mit Blick auf interindividuelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede im subjektiven Erleben kontextspezifischer Vertrauenselemente identifizieren und generalisieren lassen.

Arthur Höring
Redakteur

Mit welcher Methodik bist du bei der Erarbeitung deiner Forschung vorgegangen?

Christina Plath
Doktorandin

Aufgrund des Mangels an Forschung zu interindividuellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden im subjektiven Erleben von kontextspezifischem Vertrauen habe ich den Mixed-Methods-Ansatz von Kuckartz gewählt, der ein induktives, exploratives Vorgehen ermöglicht. Durch die Verknüpfung von qualitativer – in meinem Fall leitfadengestützte Expert*inneninterviews und Bildung empirisch begründeter Typen – und quantitativer Methodik und Ergebnissen – in meinem Fall Fragebogenerhebung, Faktoren- und Clusteranalyse –, handelt es sich um ein ganzheitliches Vorgehen, das einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn durch eine Ergebniszusammenführung generiert.

Arthur Höring
Redakteur

Haben die Promotionsphase und deine Forschung deine Sichtweise auf bestimmte Dinge verändert?

Christina Plath
Doktorandin

Oh ja, sowohl meine Forschung als auch die Promotionsphase haben mich sehr geprägt. Durch meine Forschung habe ich einen differenzierteren Blick auf das Erleben und Bewerten anderer Personen insbesondere mit Blick auf Vertrauen erhalten. Dies führt dazu, dass ich im sozialen Miteinander häufiger einen Schritt zurücktrete und meine eigene Konstruktion von Wirklichkeit, die durch Kommunikation und Interaktion entsteht, hinterfrage, prüfe und verstärkt versuche, die Perspektive zu wechseln. Die Promotionsphase hat es mir ermöglicht, wissenschaftliches autarkes Arbeiten sehr intensiv kennenzulernen und zu praktizieren. Ebenso habe ich einen Blick ins akademische System mit all seinen Möglichkeiten, aber auch Grenzen und Hierarchiestrukturen erhalten. Dies war zum Teil sehr herausfordernd und ebenso wertvoll für meine weitere Arbeit. 

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Christina Plath
Auf einen?
du

Na klar, sehr gerne.