Auf einen?

Expertise

  • Literatur- und Kulturwissenschaften (Nordamerika und Großbritannien)
  • Sprachpraxis und kreatives Schreiben

Interessant für

  • Age Studies
  • Fan Studies
  • Gender Studies
  • Harry-Potter-Fans
  • Twilight-Fans

Interview mit Dr. Maria Verena Peters (geb. Siebert)

Maria Verena Peters (geb. Siebert) hat Anglistik/Amerikanistik und Komparatistik an der Ruhr-Universität Bochum studiert. An der Universität Siegen erhielt sie den Doktorgrad der anglistischen Literatur- und Kulturwissenschaften. Ihre Dissertationsschrift Crossover Literature and Age in Crisis at the Turn of the 21st Century wurde zuerst 2018 bei universi veröffentlicht. Dr. Peters koordiniert zurzeit ein Mentoringprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der FernUniversität in Hagen. Sie wurde von der Fulbright Komission und vom Kölner Gymnasial- und Stiftungsfond gefördert.

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Anja Zeltner
Freie Autorin

Bist du selber mit Harry Potter und der Twilight-Saga aufgewachsen? Was ist dein Bezug zu deinem Dissertationsthema?

Maria Verena Peters (geb. Siebert)
Doktorandin

Ich kam über mein Interesse an gothic fiction und eher zufällig zum Thema. Während eines Großbritannien-Aufenthalts gegen Ende des Masterstudiums  kaufte ich mir einen zu dem Zeitpunkt frisch erschienen Vampirroman einer völlig unbekannten Autorin – Twilight von Stephenie Meyer. Einige Monate später und zurück in Deutschland war ich dann ziemlich überrascht über die mediale Aufmerksamkeit, die diesem Buch und seinen Fans zuteil wurde. Die Harry Potter-Romanreihe schien mir ein passender Vergleich dazu zu sein. Mich interessierte, wie in beiden Fällen Identitäten, insbesondere in Bezug auf die Kategorie „Alter“ über ein einzelnes kulturelles Produkt definiert und verhandelt wurden.

Anja Zeltner
Freie Autorin

Was bedeutet der Begriff „Kidult“ in deiner Dissertation?

Maria Verena Peters (geb. Siebert)
Doktorandin

Kidult ist ein Kofferwort (blend word), das sich aus den Begriffen „kid“ und „adult“ zusammensetzt. Es wird – meist abfällig – genutzt, um Erwachsene zu beschreiben, die Produkte konsumieren, die eigentlich für Kinder gedacht sind. Diesen Erwachsenen wird mit dem Begriff vorgeworfen, sie würden sich weigern, „richtig“ erwachsen zu werden.

Anja Zeltner
Freie Autorin

Sind die Bücher, die du untersuchst, ein Abgesang auf das Erwachsenwerden?

Maria Verena Peters (geb. Siebert)
Doktorandin

Bei meiner Analyse des „kidult“- Diskurses um die erwachsenen Leser von Harry Potter und Twilight versuche ich herauszustellen, dass die Existenz von sogenannten „kidults“ keine Krise des Erwachsenwerdens anzeigt, sondern darauf hinweist, dass die Definition von Erwachsenwerden einem permanenten kulturellen Wandel unterliegt und das auch immer schon getan hat. Schaut man genauer hin, wird schnell deutlich, dass Erwachsenwerden kein natürlicher, sondern konstruierter Prozess ist, der nur ein Bestandteil anderer Konstrukte bzw. Ideologien wie Heteronormativität, Patriarchat oder Kapitalismus ist. Diejenigen, die andere als „kidults“ stigmatisieren, tun dies meist, da sie um einen Verlust ihrer eigenen Privilegien durch diesen kulturellen Wandel fürchten.

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Maria Verena Peters (geb. Siebert)
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Na klar, sehr gerne.