Auf einen?

Expertise

  • Vergleichende Embryonalentwicklung von Insekten
  • Funktionelle/Angewandte Genetik
  • Fluoreszenzmikroskopie

Interessant für

  • Entwicklungs- und Evolutionsbiolog*innen
  • Biotechnolog*innen mit Schwerpunkt Genetik
  • Insektenliebhaber*innen

Interview mit Dr. Frederic Strobl

Frederic Strobl absolvierte von 2006 bis 2012 Biologiestudium an der Goethe Universität in Frankfurt am Main, welches er mit einer Diplomarbeit in der Gruppe von Dr. Felix B. Engel am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim abschloss. Von 2012 bis 2018 promovierte er in Zell- und Entwicklungsbiologie in der Gruppe von Prof. Dr. Ernst H. K. Stelzer am Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften in Frankfurt am Main, wo er bis heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist.

Expertise

  • Vergleichende Embryonalentwicklung von Insekten
  • Funktionelle/Angewandte Genetik
  • Fluoreszenzmikroskopie

Interessant für

  • Entwicklungs- und Evolutionsbiolog*innen
  • Biotechnolog*innen mit Schwerpunkt Genetik
  • Insektenliebhaber*innen
Arthur Höring
Redakteur

In deiner Arbeit geht es um embryonale Morphogenese. Was versteht man darunter?

Frederic Strobl
Doktorand

Unter embryonaler Morphogenese versteht man den Prozess, wie eine einzelne befruchtete Eizelle zu einem komplexen Organismus heranwächst. Dabei entstehen viele unterschiedliche Gewebstypen, zum Beispiel Muskel- oder Sinneszellen, die sich auf bestimmte Aufgaben spezialisiert haben und daher nur noch als Kollektiv handlungs- und lebensfähig sind.

Arthur Höring
Redakteur

Welche Einblicke gibt die embryonale Morphogenese von Insekten und warum lohnt es sich, verwandte Spezies zu vergleichen?

Frederic Strobl
Doktorand

Untersuchungen der Morphogenese gestatten uns, den Zusammenhang zwischen der Zelle als kleinster funktionaler biologischer Einheit auf der einen Seite sowie heterogenen Geweben als höherstufigen zusammenarbeitenden Verbänden auf der anderen Seite zu verstehen. Vergleichende Analysen mit mehreren Spezies erlauben es weiterhin, Rückschlüsse auf Ablauf und Mechanismen der Evolution zu ziehen und dadurch zu verstehen, wie die heutige biologische Vielfalt entstanden ist.

Arthur Höring
Redakteur

Für deine Dissertation hast du eine Methode zur Langzeitaufnahme von Insekten-Embryos entwickelt. Wie ist diese Methode aufgebaut und was genau wird dabei untersucht?

Frederic Strobl
Doktorand

Bei meiner Methode werden versuchsbedingt vorbehandelte und dadurch sehr fragile Insektenembryos auf eine dünne Membran geklebt, welche die Entwicklung nicht behindert. Dadurch konnte ich mit Hilfe der Lichtscheiben-Fluoreszenzmikroskopie mehr als 90% ihrer embryonalen Morphogenese dokumentieren und charakterisieren.

Arthur Höring
Redakteur

Zu den Meilensteinen deiner Arbeit gehört auch die Entwicklung von transgenen Insektenlinien. Was genau kann man darunter verstehen und warum sind diese wichtig für die Forschung? 

Frederic Strobl
Doktorand

Bei der Transgenese wird das Genom, also das genetische Inventar des Zielorganismus, verändert, um entweder bereits bestehende Funktionen auszuschalten oder völlig neue Eigenschaften hinzuzufügen. Für meine Forschung habe ich transgene Linien entwickelt, die nur in spezifischen Gewebsverbänden Fluoreszenzproteine freisetzen. Bei der anschließenden Beobachtung im Fluoreszenzmikroskop können diese Strukturen dann isoliert von ihrer Umgebung betrachtet werden. Das ermöglicht in den meisten Fällen erst eine professionelle Interpretation.

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Frederic Strobl
Auf einen?
du

Na klar, sehr gerne.