„Wir sind immer auf der Suche“

Mal akribisch geplant, mal eher zufällig: Es gibt viele Wege, auf denen Promovierende zu ihren Themen kommen. Sieben Geschichten.

Antonia Wagner, Kunstwissenschaften

TU Berlin/Oana Popa

„Ich hatte schon ein Diplom als Wirtschaftsingenieurin und stand kurz vor Ende meines Magisterstudiums in Kunstwissenschaften. Mir fehlte nur noch die Magisterarbeit. Ich wollte etwas zu feministischen Perspektiven auf Konsum in der Kunst machen. Feministische Themen haben mich schon immer interessiert und Konsum erschien mir als ein Feld, wo sich Wirtschaft, Ästhetik und Genderthemen verzahnen. Mein Professor fand das Thema interessant und schlug mir vor, dass ich statt der Magisterarbeit gleich eine Doktorarbeit schreiben könne. Das klang nach einer guten Idee. Im Nachhinein war es aber ein Trugschluss, zu glauben, dass ich die Dissertation mal eben in drei Jahren machen könnte: Es hat dann doch fünfeinhalb gedauert.

Ich hatte zu Beginn der Doktorarbeit zwei Prämissen: Ich wollte auf keinen Fall unentgeltlich promovieren – auch weil ich schon ein Kind hatte – und ich wollte im regen Austausch mit anderen stehen. Tatsächlich bekam mein Professor Gelder für ein Projekt in einem Forschungsverbund genehmigt. Das Geld war da und gab mir die gewünschte Sicherheit, besonders weil es nicht nur ein Stipendium war, sondern eine halbe Stelle. Gerade als Frau ist das wichtig, denn ich wurde dann mit meinem zweiten Kind schwanger und konnte regulär Elternzeit und Elterngeld beantragen – etwas, das mit einem Stipendium nicht möglich ist.

Ich musste schmerzlich lernen, dass Forschung oft ein einsamer Prozess ist. Kollektiver Austausch unter Doktoranden? Fehlanzeige. Meine schlimmste Zeit waren die ersten zwei Jahre, als ich versuchte, das Thema einzugrenzen. Das Gefühl der Orientierungslosigkeit habe ich erst in dem Moment überwunden, als ich angefangen habe, mir andere Netzwerke zu suchen. Auf Konferenzen bin ich einfach auf Leute zugegangen. Eine Frau erzählte mir zum Beispiel von ihrer Doktorandengruppe und lud mich gleich zum Treffen am nächsten Tag ein. Diese Gruppe half mir, mein Thema besser zu formulieren. Ich habe dort gelernt, unfertige Texte – mit all den Zweifeln, die man diesbezüglich hat – zu besprechen.“

Antonia Wagner hat Kunstwissenschaften an der HfG Karlsruhe studiert und dort mittlerweile erfolgreich disputiert. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautet: „Artikulationen des Konsums. Feministische Perspektiven in der Kunst der 1960er bis 1980er Jahre“. Gefördert wurde sie im Rahmen des Forschungsverbundprojekts „Konsumästehtik. Formen des Umgangs mit käuflichen Dingen“ von der Volkswagen-Stiftung.

George Datseris, Physik

privat

„Ich komme aus Griechenland und habe dort Physik studiert. Für die Masterarbeit kam ich dann nach Göttingen. Ich blieb auch für die Doktorarbeit. Ich hatte mich damals am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation beworben, denn das Institut ist auf Nichtlineare Dynamik spezialisiert – ein Gebiet, das mich sehr fasziniert. Ich habe schon während des Masters unterrichtet und wusste, dass mir Forschung und Lehre Spaß machen. Um diesen Weg weitergehen zu können, ist eine Doktorarbeit quasi ein Muss. Nach meiner Bewerbung am Max-Planck-Institut musste ich einen Vortrag halten und wurde angenommen. Mir wurde dann ein Thema vorgeschlagen, das ich sehr spannend fand und perfekt auf meine Studienschwerpunkte zugeschnitten war: Jetzt schreibe ich meine Doktorarbeit über Elektronentransport in Graphen-Nanostrukturen. 

Aber auch wenn einem das Thema direkt vorgeschlagen wird, ist es wichtig, sicherzustellen, dass man damit tatsächlich Neuland betritt. Die Betreuer haben nicht zwangsläufig Zeit, zu recherchieren, ob das Thema nicht schon bearbeitet wurde. Deshalb ist es wirklich wichtig, zuerst das Feld zu erkunden und zu schauen, was es da schon alles gibt. Und man muss sich darauf einstellen, dass die Dinge nicht immer genau so laufen, wie man sich das vorgestellt hat. Aber genau das macht ja Forschung aus: Man möchte neues Wissen finden, und das ist nur durch Veränderung möglich. Wir sind immer auf der Suche. Manchmal funktionieren Ideen und manchmal nicht. Dann muss man seinen Ansatz überdenken. 

Im April müsste ich fertig werden, aber ich hoffe, die Abgabe noch verschieben zu dürfen. Denn es gibt noch mehr Arbeit zu tun. Ich bin mit meinem Doktoranden-Dasein wirklich sehr glücklich. Auch die Lehre mag ich. Das Einzige, was ein wenig ermüdend ist, sind die Seminare, die man im Rahmen des Promotionsprogramms für Credits besuchen muss. Die sind für mein doch sehr spezifisches Thema nicht relevant.“

George Datseris hat an der Nationalen und Kapodistrias Universität Athen studiert und promoviert am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Er wird im Rahmen der International Max Planck Research School „Physics of Biological and Complex Systems“ gefördert.

Janine Conrad, Medizin

Marko Bußmann

„Ich wusste schon immer, dass ich keine medizinische Doktorarbeit schreiben wollte, in der ich mich – nur um schnell einen Titel zu bekommen – durch Akten wühle und Statistiken auswerte. Ich wollte Grundlagenforschung und Laborarbeit, also eine experimentelle Doktorarbeit machen. Auch um mir den Weg in die nicht-klinische Forschung offen zu halten. Als wir dann im Rahmen des Studiums eine Hausarbeit schreiben mussten, habe ich ein Thema in der Tumorpathologie gewählt. 

Es ging in der Hausarbeit um neue Heilmethoden: Wie kann man dem Körper beibringen, dass der Krebs etwas Böses ist? Im Rahmen der Hausarbeit habe ich dann von der entsprechenden Professorin angeboten bekommen, eine Doktorarbeit zu machen. Sie hat mir auch gleich ein Thema vorgeschlagen. Es ging weiter darum, zu verstehen, wie das Immunsystem mit dem Krebs umgeht und was Tumoren für Strategien anwenden, um den natürlichen Abwehrsystemen zu entgehen.

Krebstherapie im weitesten Sinne hat mich eigentlich schon immer interessiert. Aber dann noch viel mehr, denn meine Mutter war an Krebs erkrankt. Natürlich war es nicht so pathetisch wie im Film: ‚Jetzt erst recht Onkologie. Ich finde eine Lösung für das Problem Krebs und mache das für meine Mutter.‘ Aber im Nachhinein glaube ich schon, dass ihre Erkrankung und ihr Tod mich zusätzlich motiviert haben – gerade als es an das leidige Schreiben ging. Bei den Experimenten brauchte ich das weniger. Auch wenn die Doktorarbeit sehr zeitaufwändig war und ich meine Semesterferien hauptsächlich im Labor zugebracht habe, Dinge schief gingen und man immer wieder Experimente wiederholen musste, hat mir das doch sehr viel Spaß gemacht. Mit dem Schreiben war das anders. Ich habe erst ganz am Ende damit angefangen. Da hätte ich sicherlich disziplinierter sein und früher damit anfangen können. Ich glaube aber, dass ich einfach den Abgabedruck brauchte und dass das auch heute wieder genauso laufen würde. 

Die letzten Korrekturen und auch die Verteidigung habe ich dann noch mit ins Arbeitsleben genommen. Das ist sicherlich keine gute Idee gewesen. Man unterschätzt, wie viel Zeit das in Anspruch nimmt und auch, wie sehr man als junger Mediziner in einer Klinik mit Diensten vom Arbeitsalltag beansprucht wird – das war echt hart, aber ich bin stolz, dass ich es geschafft habe.“

Janine Conrad hat an der Humboldt-Universität Berlin studiert und 2011 am Institut für Tumorpathologie der Charité promoviert. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautet: „Methylierungsanalyse von HLA-A, ULBP2 und ULBP3 in kolorektalen Karzinomzellen“. Sie arbeitet als Neurologin.

Miriam Steinborn, Archäologie

privat

„Meine Themenfindung war eigentlich ziemlich unromantisch: Mein Doktorvater kannte mich von der Masterarbeit und fragte mich, ob ich bei einer Grabung in Südserbien mitmachen und aus meinen Ergebnissen eine Doktorarbeit machen wolle – kurzfristig war nämlich jemand von dem Projekt abgesprungen. So hatte ich unverhofft ein Thema und eine halbe Projektstelle am Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie. Ich promoviere über den Alltag in einem Haushalt einer frühbyzantischen Stadt. Der Witz dabei ist, dass ich mich zunächst auf dem Gebiet kaum auskannte – eigentlich war mein Schwerpunkt während des Studiums die Vor- und Frühgeschichte mit völlig anderen Ansätzen. 

Am Anfang war es sehr anstrengend: Jetzt musste ich Byzanz kennenlernen und mich sowohl in eine neue Region und Zeitstellung, als auch in eine neue Forschungstradition einarbeiten. Und der Ansatz ‚Haushaltsarchäologie‘ klang für mich auch erst mal ziemlich unsexy: auf den ersten Blick marginal und auf den zweiten ziemlich theorielastig. Zwischendurch hatte ich Phasen, in denen ich dachte: ‚Oh nein, bitte nicht noch so ein fachfremder Text!‘ Aber generell brenne ich mittlerweile gerade wegen der Komplexität und Interdisziplinarität sehr für das Thema und habe festgestellt, dass es sehr, sehr viele Facetten hat, mit denen ich nicht gerechnet habe. 

Jetzt bin ich am Schreiben und freue ich mich über jeden Absatz, den ich fertig bekomme. Die Projektfinanzierung ist nach dreieinhalb Jahren ausgelaufen. Im Spätsommer möchte ich dann mit der Doktorarbeit aus dem Gröbsten heraus sein, weil ich ein Kind erwarte. Und danach? Da hoffe ich, in die Wissenschaftsvermittlung gehen zu können, am liebsten im musealen Bereich. Aber eigentlich bin ich offen für die Dinge, die sich ergeben. Mit dieser Einstellung ist es für mich ja auch schon während meines Studiums ganz gut gelaufen.“

Miriam Steinborn hat Archäologie an der Universität Mainz studiert und wird am Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Bamberg promovieren. Der vorläufige Titel ihrer Doktorarbeit lautet: „Alltagshandeln im Spiegel der Archäologie. Perspektiven der ‚Household Archaeology‘ am Beispiel eines Gebäudes in der Nordstadt von Caričin Grad“.

Tim Loepthien, Musikwissenschaft

bilderraum.net

„Schon im Diplom hatte ich den Studienschwerpunkt auf Musikpsychologie gelegt und in meiner Diplomarbeit einen Fragebogen zu Regulationsprozessen beim Musikhören ausgewertet. Dass mir wissenschaftliches Arbeiten Spaß macht, war mir da schon bewusst geworden. Und spätestens im Diplom wurde mir auch klar, dass ich in die Wissenschaft möchte. Letztlich war meine Doktorarbeit dann die logische Fortführung der Diplomarbeit: Ich bin der Fragestellung nachgegangen, ob bestimmte Formen des Musikhörens ähnliche kognitive Prozesse auslösen, wie Regulationsprozesse mit denen wir persönliche Krisen überwinden. Die Themenfindung war für mich also nicht das Problem. Ich habe aber vielleicht ein bisschen gebraucht, um zu begreifen, wo ich in der Forschungslandschaft mit dieser Fragestellung überhaupt zu verorten bin. Das erscheint mir aber nicht ungewöhnlich. Man muss ja erstmal begreifen, woran man eigentlich wirklich forscht. 

Auch die Studien für meine Doktorarbeit zu konzipieren war schwierig. Für mich war es sehr hilfreich, in neuem Umfeld immer wieder die Arbeit zu diskutieren – wenn man sich nur im gleichen Kreis bewegt, dann fehlen die Impulse von außen. Ich habe dadurch gelernt, mein Thema breiter zu kommunizieren und verständlich zu machen. 

Gerade wenn man in der Wissenschaft bleiben möchte, ist es wichtig, sich schon während der Doktorarbeit zu vernetzen. Wenn man als Doktorand gleichzeitig am Lehrstuhl tätig ist, hilft das natürlich. Aber man braucht auch viel Disziplin: Die Seminare sind das Tagesgeschäft und die Studenten erwarten, dass man vorbereitet ist. Eine Doktorarbeit stellt diese Anforderungen ja nicht so direkt und gibt kein Feedback. Viele Doktoranden lassen dann vielleicht schnell die Forschung ein bisschen schleifen. Mir macht Forschen, sich in ein Thema einzuarbeiten und Daten auszuwerten, nach wie vor richtig Spaß. Und noch heute forsche ich zu Regulationsprozessen beim Musikhören – mittlerweile nicht mehr in Hildesheim, sondern in München.“

Tim Loepthien hat an der Stiftung Universität Hildesheim Musikwissenschaft und Psychologie studiert und dort auch promoviert. Der Titel seiner Doktorarbeit lautet „Musikhören und der Umgang mit persönlichen Zielen. Der Zusammenhang zwischen aufmerksam-analytischer Musikrezeption und akkommodativen Prozessen“. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie an der Universität der Bundeswehr München.

Lilo Wagner, Volkswirtschaftslehre

privat

„Ich bin davon ausgegangen, dass ich eine Wissenschaftskarriere anstrebe, als ich mit meiner kumulativen Doktorarbeit am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) startete. Auch war für mich gleich klar, dass es eine theoretische Arbeit sein sollte, denn mir macht abstraktes Denken Freude und ich interessiere mich für theoretische Mikroökonomie und Industrieökonomie. Deshalb habe ich strategisches Verhalten auf Märkten analysiert: Welches Marktergebnis ergibt sich in bestimmten Märkten und wie reagieren Unternehmen auf eine Veränderung der Rahmenbedingungen? 

Ich fand es motivierend und auch für die Themenfindung hilfreich, in einem strukturierten Promotionsprogramm integriert zu sein. Im ersten Jahr nimmt man an vielen Kursen teil. Hier habe ich auch jemanden kennengelernt, der sich für ähnliche Themen interessierte. Wir haben uns zusammengesetzt und Ideen ausgetauscht, bis wir grob ein Thema hatten, das wir beide weiter verfolgen wollten. Unser noch sehr rudimentäres Konzept haben wir dann häufig in Seminaren präsentiert, was enorm hilfreich war. Irgendwann sagte ein Professor nach einer solchen Präsentation: ‚Das ist eine sehr gute Idee, die ihr unter diesem und jenen Aspekt betrachten könntet.‘ Er hat uns im Prinzip unsere Argumentation in die Hand diktiert. Und das war die Grundlage für unser erstes Papier.

Nach meiner Verteidigung habe ich noch drei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DIW gearbeitet. Mittlerweile weiß ich, dass ich nicht in die Wissenschaft möchte. Ich bereue es aber nicht, die Doktorarbeit geschrieben zu haben. Ich würde mit diesem Wissen mein Thema heute aber konkreter wählen und mich auf einen bestimmten Sektor – zum Beispiel Energie – spezialisieren, um als Expertin für diesen Sektor zu arbeiten. Mittlerweile spiele ich mit dem Gedanken, mich selbständig zu machen. Aber in einem Bereich, der mit meinem Studium und meiner Doktorarbeit gar nichts zu tun hat.“

Lilo Wagner hat Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin und Betriebswirtschaftslehre an der ESCP-EAP in Paris, London und Berlin studiert. Ihre kumulative Doktorarbeit mit dem Titel „Three Essays on Communication in Signalling Games“ hat sie 2014 am DIW verteidigt.

Martin Berg, Jura

K&L Gates

„Bei Jura ist es häufig so, dass man ein Thema vom Betreuer nahegelegt bekommt. Der hat dann in der Regel auch schon recht konkrete Vorstellungen davon, wie das umgesetzt werden soll. Ich wollte aber ein wenig mehr Freiheit haben und etwas wählen, das ich spannend finde. Deshalb habe ich mir nach dem Referendariat selbst ein Thema gesucht. Es sollte etwas mit Steuern und Investitionen zu tun haben. Ich bin einfach in die Bibliothek und habe in Fachzeitschriften nach entsprechenden Aufsätzen gestöbert. Damit habe ich mehrere Wochen verbracht.

Ich stieß dann immer wieder auf Aufsätze einer Person, die ich thematisch spannend fand. Ich habe diesen Rechtsanwalt einfach angeschrieben und gefragt, ob man sich denn mal über seine Themen unterhalten könne. Er hat sich sofort bei mir gemeldet und wir haben uns getroffen. Von ihm kam dann auch der Hinweis auf ein umsatzsteuerliches Thema, dem ich nachgegangen bin. Die Ausrichtung hat sich zwar noch ein bisschen verändert, aber die Grundidee, die umsatzsteuerliche Behandlung von bestimmten Verwaltungsleistungen im Hinblick auf Fondsgesellschaften zu untersuchen, kam von ihm. Damit bin ich dann zu einem Professor an der Freien Universität gegangen und habe ihm das vorgeschlagen. Der fand das gut, meinte aber auch gleich, dass dies nicht sein Spezialgebiet beziehungsweise Interessenschwerpunkt ist. Ich war also etwas auf mich angewiesen, was ich aber gar nicht schlimm fand.

Mir war wichtig, kein zu abstraktes Thema zu wählen, in dem man sich verliert, sondern eines, das sich gut durchgliedern und aufbauen lässt. Ich hatte einen Plan, den ich abarbeiten konnte. Und wenn man sich von Punkt zu Punkt hangeln kann, dann macht das Ganze auch Spaß. Wenn ich heute noch mal eine Dissertation schreiben müsste, würde ich versuchen, mit Interessenverbänden zum Thema zu sprechen. Und ich würde mein Thema stärker auf Konferenzen vorstellen, um auch von anderen Quellen mehr Input zu bekommen. Aber das hat auch mit beruflicher Erfahrung zu tun. Mittlerweile wüsste ich einfach eher, an wen ich mich vielleicht wenden könnte.

Das Thema meiner Doktorarbeit ist auch in meinem Berufsleben nicht ganz irrelevant. Heute bin ich Rechtsanwalt im Bereich des Kapitalanlagerechts. Und der Rechtsanwalt, der mir damals den Tipp für das Thema gab, ist heute mein Chef.“

Martin Berg hat an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie an der Universität Passau studiert und an der Freien Universität Berlin promoviert. Der Titel seiner Doktorarbeit lautet „Verwaltung von Investment-Sondervermögen im deutschen und europäischen Umsatzsteuerrecht“. Er wurde mit einem Nafög-Stipendium vom Land Berlin gefördert.