Kooperative Promotion

Als FH-Absolvent eine Dissertation schreiben.

Die Kooperation, die dieser Promotionsform ihren Namen gibt, bezieht sich auf die betreuenden Hochschularten: Hier handelt es sich nämlich um ein Gemeinschaftsprojekt von Fachhochschulen und Universitäten. Die Hürden zur Zulassung sind allerdings hoch, nur die besten FH-Absolventen werden angenommen.

Mit einem FH-Abschluss kann man normalerweise nicht promovieren. Insofern ist die kooperative Promotion eine besondere Chance, gerade für jene Fachhochschul-Absolventen, die während des Studiums gemerkt haben, dass sie forschungsnah arbeiten und dabei gerne von einem Universitäts-Professor betreut werden möchten.

Promovierende, die den Weg einer kooperativen Promotion beschreiten, müssten einen „institutionellen Gap“ überwinden, sie stünden vor dem Problem, sich – alleine oder mithilfe eines FH-Professors – an einer ihnen unbekannten Institution eine Erstbetreuung zu suchen, sagt Dr. Ansgar Keller, Autor eines Promotionsführers für Fachhochschul-Absolventen. Eine Schwierigkeit sei auch die tiefere theoretische Fundierung: Es gelte, die Vorstellungen der Universität über den wissenschaftlichen Gehalt des eigenen Vorhabens richtig zu verstehen und dann auch umzusetzen.