Wir haben geöffnet.

Promovieren ist ein intellektuelles Abenteuer: anregend, aber auch anstrengend. Gehen wir’s gemeinsam an.
Artem Gavrysh/Unsplash

Hallo.

Wir freuen uns, dass du unser Magazin besuchst. Vielleicht überlegst du noch, ob du promovieren sollst, vielleicht bist du mittendrin oder hast sogar schon abgegeben. Egal, in welcher Phase du gerade steckst: Wir wollen dich unterstützen.

Wir finden ja: Wenn es ums Promovieren geht, tut Offenheit gut. Immerhin ist die Offenheit das Grundprinzip des Forschens – am Anfang nicht zu wissen, wo man am Ende herauskommt. Offenheit ist auch wichtig, damit das, was am Ende herauskommt, nicht untergeht; deshalb sollten Doktorarbeiten allen Interessierten zugänglich sein, ohne großen Aufwand, gut aufbereitet und auffindbar. Auch darum geht es bei OpenD, aber dazu später mehr.

Offen sollten wir auch darüber sprechen, was Promovieren im Alltag bedeutet: dass es manchmal eine sehr einsame Angelegenheit sein kann, selbst dann, wenn man im Team arbeitet; dass vieles schieflaufen kann und dass die Arbeitsbedingungen oft eine Zumutung sind.

Wir haben selber promoviert. An einem Januartag im vergangenen Jahr haben wir aufgeschrieben, was uns damals das Leben leichter gemacht hätte. Und was wir gerne schon vorher gewusst hätten. Der Flipchart war schnell voll.

Daraus ist das OpenD-Magazin entstanden.

In einem Gespräch im Sommer hat uns der Wissenschafts-Soziologie Marc Torka erzählt, für ihn sei die Promotion eine gewollte Krise; im Idealfall wachse man an ihr, indem man lernt, mit chronischer Überforderung umzugehen. Das mag stimmen. Es bedeutet aber nicht, dass jedes Leiden immer notwendig ist. Deswegen versteht sich unser Magazin als umfassender Promotions-Begleiter in allen Lebenslagen.

Das Magazin ist eingebettet in ein großes Ganzes: OpenD soll der Ort werden, an dem in Sachen Promotion alles Wichtige zusammenkommt. Hier kann man sich informieren, seine Doktorarbeit in einem Texteditor schreiben und sie auch gleich veröffentlichen. Damit das funktioniert, sind wir ständig im Gespräch – mit unseren Freunden von SciFlow, aber auch mit vielen Leuten, die promovieren wollen, gerade promovieren oder promoviert haben.

Wir sind offen für das, was ihr uns zu sagen habt. Zum Beispiel, was die geschlechtergerechte Sprache betrifft, ein Thema, das viele beschäftigt. Wir haben dazu recherchiert, darüber diskutiert und festgestellt: Die perfekte Lösung gibt es noch nicht. Weil das Thema aber viel zu wichtig ist, um es einfach zu ignorieren, machen wir im Magazin einen eigenen Vorschlag und verwenden weibliche und männliche Formen abwechselnd. Wir freuen uns über Rückmeldungen dazu. Und darauf, uns mit euch auszutauschen – über alle Facetten des Promovierens.

Wir bleiben geöffnet. Hereinspaziert.

Franz und Anja — eure OpenD-Redaktion